Bücher

 

Folgende Bücher konnte ich 2012 im Fromm-Verlag veröffentlichen:

Predigten aus Berlin-Marzahn

In tausenden Gottesdiensten werden an jedem Sonntag in Deutschland Texte aus der Bibel erklärt und für die Beantwortung von Fragen der Gegenwart genutzt, wie in Berlin-Marzahn. In den uralten Worten steckt eine gewaltige Kraft, so durch die Jahrhunderte zu dringen und auch heute noch Menschen Hilfe geben zu können. Welche Facetten hat das Erleben von Zeit im Blick auf das Ende des eigenen Lebens und ein denkbares Ende unserer Welt? Bögen spannen sich durch die von der Bibel erfasste Geschichte und von ihr bis hin zu uns. Spannungsbögen helfen sich für eine Geschichte bis zum Ende zu interessieren. Wie empfinden wir die Zeit? Wie nutzen wir sie? Welche Beziehungen wachsen in ihr und in uns? 2000 Jahre sind bald die zentralen Ereignisse im Leben Jesu her. Werden wir sie feiern? Und wenn ja, wann und mit wem? 

 

Meine Dissertation B:

 

 

 

Sind Prediger Ideologen der herrschenden Klasse? In Auseinandersetzung mit diesem marxistischen Vorwurf wurden Berliner Predigten von Hofpredigern, Sammelbände von Predigten zu besonderen gesellschaftlichen Ereignissen (Cholera-Epidemie, Revolution 1848), die Evangelische Kirchenzeitung und z.B. auch das Abstimmungsverhalten von Geistlichen in der Preußischen Nationalversammlung befragt. Die Verfasserin führte damit die in ihrer Dissertation A begonnene Analyse von Predigten der Berliner Hofprediger für die Zeit von der Reformation bis zum Ende der Aufklärung im Blick auf Weltanschauung und Ideologie in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts fort. 'Das Hemd ist näher als der Rock.' Der Konkurrenzkampf innerhalb der Berufsgruppe prägte den Kampf um allgemeine Berufsinteressen, um die Durchsetzung bürgerlicher Rechte sowie die sozialen Bündnisse mit anderen. Noch heute gilt: Nur scheinbar sind wir über das 19. Jahrhundert hinaus. In Wirklichkeit sind wir mit jenen gleichzeitig. (so K. G. Steck 1969) - Die Klarheit, mit der damals Probleme angesprochen wurden, die wir bis heute haben, hilft das eigene Engagement aus der Distanz kritisch einzuschätzen. 

 

Meine Dissertation A:

 

 

Die vorliegende Arbeit untersucht die marxistischen Vorwürfe zu DDR-Zeiten gegen das Christentum am Beispiel der Berliner Hof- und Domprediger seit der Reformation bis zum Ende der Aufklärungszeit. Gravierende Unterschiede im Weltbild der Reformatoren Johannes Agricola und Jacob Schenk, die sich verändernde Weltsicht des Johannes Agricola im Laufe seines Berlin-Aufenthalts, Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Lutheranern, deutschen und französisch Reformierten in Berlin im Zeitalter der Orthodoxie sowie der Wechsel vom pessimistischen zum optimistischen Menschen- und Weltbild der Aufklärung zeigen, wie kompliziert weltanschauliche Veränderungen verlaufen. Auch das Fehlen bestimmter weltanschaulicher Äußerungen in den Predigten wie zur kopernikanischen Wende oder zum Thema Hexen weist darauf hin. Andererseits waren neue weltanschauliche Aussagen plötzlich einfach da - als Toleranz gegenüber starken Persönlichkeiten wie in der Reformationszeit oder wie 1740 zu Beginn der Aufklärungszeit. Die christliche Botschaft aber blieb deutlich erkennbar ein- und dieselbe und erwies sich so als immun gegenüber den gravierenden Änderungen des Zeitgeistes.